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Im Sommer 1958 wurde in Xanten das Fürstenberg-Stadion fertiggestellt. In den 50 Jahren ist dort viel passiert. Die DJK Viktor und der FC Siegfried kamen sich näher, spätere Olympia-Teilnehmer schauten vorbei, die Fußballer lockten mehrmals über 3000 Zuschauer an.

Harald Norpoth staunte nicht schlecht, als ihn beim Diözesansportfest im September 1958 in Xanten über die 1000 Meter der A-Jugend ein ihm völlig unbekannter Läufer einen harten Zweikampf liefert. Erich Nabbefeld unterlag dem späteren olympischen Silbermedaillen-Gewinner von 1964 (über 5000 Meter) nur knapp. Es war das erste Highlight in dem kurz zuvor fertiggestellten Fürstenberg-Stadion. Weitere sollten in Xantens neuem Schmuckstück mit zwei Rasenplätzen, zwei 400m-Laufbahnen sowie Weitsprung- und Hochsprunggrube folgen. Der Kreissportbund Moers sprach gar in einem Brief an die Stadt von einer „Zierde des Kreises“.

1955 begannen die Planungen

„Und wir haben sogar die geplanten Kosten eingehalten“, erinnert sich Gerd Bruns, der damals als Bau-Inspektor das Prestigeprojekt federführend mit begleitete. Ein Neubau war nötig, weil auf dem alten Sportplatz das Gymnasium entstehen sollte. Im Oktober 1955 liefen dann die Planungen an. Genau 156.854 D-Mark wurden für die gesamte Anlage inklusive dem circa vier Hektar großen Grundstück (69.354 D-Mark) veranschlagt. Im Sommer 1958 war das Stadion fertig. Ob es eine Eröffnungfeier gab, konnten sowohl Heinz Gundlach (1. Vorsitzende des TuS), als auch Franz-Josef van Holt (Fachbereichsleiter Service der Stadt) trotz intensivster Recherche nicht herausfinden. Die zwei – beide vor der Fusion 1966 Mitglied bei der DJK Xanten – erinnern sich aber noch gut an den viel zu kleinen Umkleidetrakt neben dem Schützenhaus. Der wurde jedoch 1972 mit der Fertigstellung des neuen Umkleidegebäudes nicht mehr benötigt. Drei Jahre später wurde aus dem oberen Rasen-, auf dem bis zum Zusammenschluss die Fußballer von Siegfried kickten, ein Ascheplatz plus kleinem Rasenfeld für die Jugend.

1990 kam das Vereinsheim hinzu. 2003 schloss sich die Renovierung und Verkleinerung der einst 100 Meter langen Tribüne mit Laufweg an. Vor dort aus hatten die Zuschauer große Spiele gesehen. So kamen zu den Begegnungen der glorreichen Oberliga-Zeit mehrmals über 3000 Anhänger ins Fürstenberg-Stadion (gegen VfB Kleve oder FC Bocholt). Einige Jahre zuvor, 1969, hatten 2800 Fans das Ablösespiel von Siegfried Rösen gegen Bundesliga-Spitzenreiter RW Oberhausen angeschaut, der zu den „Kleeblättern“ wechselte. Gut besucht waren auch die Werfertage (bis 1989). So warf der spätere Olympionike Michael Möllenbeck in Xanten als A-Jugendlicher den Diskus erstmals über 60 Meter. „Das Fürstenberg-Stadion war bei den Diskuswerfern wegen des günstigen Ostwindes beliebt“, so Gundlach. Eine große Feier zum 50-Jährigen plant der Verein nicht. „Vielleicht wird’s aber im September ein Spiel mit bekannten Fußballern von früher geben“, sagte der TuS-Vorsitzende.

Quelle: RP, 22.07.2008

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